Kognitive Verhaltenstherapie in der Angsttherapie

Therapie Köln

Was ist kognitive Verhaltenstherapie?

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist ein Psychotherapieansatz, der in der Krankenversorgung sehr häufig eingesetzt wird, weil seine Wirksamkeit bei vielen psychischen Krankheiten und Problemen hinreichend belegt wurde. Wie andere Formen der Psychotherapie ist die KVT ein Prozess, in dem der Therapeut dem Klienten hilft die gewünschte Veränderung herbeizuführen, wobei das konkrete Behandlungsziel gemeinsam konkret formuliert wird. Das Verhalten, welches verändert werden muss, kann äußerlich observierbar sein oder sich innerlich in Form von Gedanken abspielen. Viele Studien, vor allem aus dem amerikanischen Raum, belegen die Vorzüge der kognitiven Verhaltenstherapie gegenüber anderen Therapieverfahren. Sie hat sich z.B. bei den folgenden Störungen als sehr effektiv erwiesen:

  • Krankheitsangst (Hypochondrie)
  • Phobien (z.B. Agoraphobie, soziale Phobie, spezifische Phobie)
  • Panikstörungen

Veränderung der Überzeugungen

Der Schwerpunkt dieser Therapie liegt – wie der Begriff schon sagt – auf den Kognitionen und dem Verhalten. Sie wird genutzt, um Patienten zu helfen ihre Gedanken und Gefühle besser zu verstehen. Kognitionen umfassen Einstellungen, Bewertungen, Gedanken und Überzeugungen.  Kognitionen  sollen identifiziert und damit bewusst gemacht werden. Irrationale Grundüberzeugungen, die den Patienten in seinem Fortschritt hemmen, sollen korrigiert und diese korrigierten Einstellungen auf das Verhalten übertragen werden. Dieses Verfahren der Veränderung von Kognitionen nennt man in der Psychologie auch kognitive Umstrukturierung.

Veränderung des Problemverhaltens

In der kognitiven Verhaltenstherapie werden außerdem zahlreiche Techniken angewandt, die direkt auf das Problemverhalten abzielen und dieses schrittweise verändern. Neue Verhaltensfertigkeiten werden durch verschiedene Techniken erlernt. Bei der Angsttherapie spielen vor allem Exposition und Konfrontation eine große Rolle. So wird durch schrittweise oder massierte Konfrontation mit dem furchtauslösenden Objekt in der Realität (in vivo) oder in der Vorstellung (in sensu) eine Habituation, d.h. Gewöhnung an das Objekt erreicht, wodurch die Angst gelöscht wird. Auch Rollenspiele, Verhaltensübungen, Problemlösetraining und soziales Kompetenztraining sowie auch einige weitere Techniken gehören zu den verhaltensorientierten Verfahren, die bei der Angsttherapie häufig und wirkungsvoll eingesetzt werden. Darüber hinaus hat sich eine  Integration von Biofeedback und Hypnose in die Therapie als sehr wirkungsvoll erwiesen. Auch Akzeptanz und Achtsamkeit spielen in der KVT eine große Rolle, wobei unter Akzeptanz die Bereitwilligkeit innere Empfindungen –auch unangenehme- anzunehmen verstanden wird, Achtsamkeit meint, dass der gegenwärtige Moment mit allen Sinnen nicht wertend wahrgenommen werden kann.

Schritte der KVT:

  1. Problemformulierung
  2. Theorie über dahinterliegende Zusammenhänge
  3. Problemanalyse
  4. Behandlungsplan und -ausführung
  5. Evaluierung

 


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