Angsttherapie Erkelenz

Angst – Panik – Phobie

Wie ich meinem Gehirn beigebracht habe, mir Angst zu machen und wie ich meinem Gehirn beibringe, mich von der Angst zu befreien.

Phobie Therapie KölnAngst ist ein nützliches Gefühl, das jeder Mensch kennt. Sie ist ein wichtiges Alarmsignal das uns hilft, die Gefahr, in den verschiedensten Situationen, richtig einzuschätzen. Wir können unsere Kräfte im entscheidenden Augenblick richtig einsetzten und uns so das Überleben sichern. So gesehen ist Angst etwas sehr Wichtiges.

Manche dieser Ängste sind jedoch auch hinderlich und machen einem das Leben schwer. Dies geschieht, wenn sich die Angst unangemessen, in ungefährlichen Situationen mit all ihren körperlichen Begleiterscheinungen einschaltet. Wir werden dann durch sie eingeschränkt und verlieren an Lebensqualität.

Es ist dabei völlig gleichgültig, ob es sich um Angst vor überfüllten Räumen, Angst vor dem Fliegen oder Angst vor Kontakt mit anderen Menschen handelt. Alle Angststörungen haben eines gemeinsam: Sie veranlassen die betroffene Person, die als unerträglich und bedrohlich empfundene Situation zu vermeiden. Sie wird immer mehr durch die Angst beeinflusst bis sie das Leben gänzlich bestimmt.

Der Teufelskreis

Klinisch relevante Ängste sind psychische Störungen die häufig vorkommen. Es gibt sehr viele Faktoren, die bei ihrer Entstehung eine Rolle spielen. Dies kann ein besonders belastendes Ereigniss sein, eine körperlich bedingte Bereitschaft mit Angst zu reagieren oder aber auch lang andauernde, alltägliche Belastungen die langsam wirken, indem sie den Körper dauerhaft unter hoher Anspannung halten. Diese Anspannung ist der Ausgangspunkt aller Angstanfälle.

Diese Anfälle können sich zu einer dauerhaften Angststörung ausdehnen da der/ die Betroffene die Situation als extrem unangenehm erfahren hat und den damit zusammenhängenden Gefühlszustand fürchtet. Um eine Wiederholung zu vermeiden probieren viele Menschen die Angst auslösenden Situationen zu vermeiden. Das ist der Punkt wo die Angst vor der Angst entsteht, ein Teufelskreis aus Furcht und Vermeidung der wie eine Spirale nach unten immer enger wird.

Der Körper kann nicht erkennen, ob es sich um eine reale Gefahr handelt oder um die bloßen Erwartungen einer ängstlichen Person. Er reagiert mit allen Signalen der Angst. Dabei ist es oft schon ausreichend an die bedrohliche Situation zu denken um einen Alarm auszulösen.

Wenn die Angst sich ausbreitet

Angst wird durch bestimmte Merkmale ausgelöst die eine gefährliche Situation kennzeichnen. Sind diese Kriterien, z.B. die der scheinbar bedrohlichen Enge im Zugabteil, erst einmal im Gehirn gespeichert kann die Angstreaktion auch durch Situationen ausgelöst werden die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Auf diesem Wege generalisiert sich die Angst, ob im Kaufhaus oder im Fahrstuhl. Der spontane Reflex bedeutet Furcht und damit Flucht.

Der Drang, die Situation sofort verlassen zu müssen, läßt sich willentlich nur sehr schwer beeinflussen. Das Problem dabei ist, dass man durch das Vermeiden ein intensives Gefühl der Erleichterung erfährt, welches aber nur von kurzer Dauer ist. Langfristig gesehen entsteht aus den Folgen die Isolation. Angsteinflößende Situationen werden immer wieder gemieden und immer wieder entsteht ein kurzes, befreiendes Gefühl das jedoch mit fatalen Konsequenzen verbunden ist.

Die Einschränkungen werden auf Dauer so groß, dass selbst die Bewältigung alltäglicher Aufgaben, wie einkaufen oder Freunde besuchen unmöglich wird. Hier ist der Punkt erreicht, wo eine therapeutische Behandlung unumgänglich geworden ist um den Folgeproblemen wie Alkoholsucht, Arbeitsunfähigkeit, familiäre Belastungen oder depressive Erkrankungen entgegen zu wirken.

Der Angst begegnen

Angst überwindenAngst ist behandelbar und Sie haben hier die Möglichkeit in einer individuellen und intensiven Angsttherapie gegen Ihre Ängste vorzugehen. Sie lernen mit Hilfe von Konfrontation, in kleinen Schritten aus dem Teufelskreis der Angst auszubrechen. Dabei werden Sie begleitet und langsam an die Situationen herangeführt, die Sie ohne professionelle Hilfe vermeiden würden. Auf diese Weise wird es Ihnen gelingen korrigierende Erfahrungen zu machen und Sie erleben, dass Angst nicht automatisch in die Katastrophe führt.

Diesen Effekt nennt man in der modernen Angsttherapie Habituation. Ihr Körper lernt, dass es sich nicht um wirklich lebensbedrohliche Situationen handelt und muss dementsprechend das Angstprogramm nicht mehr aktivieren. Sie können es, durch diesen Umlernprozess, die erfahrene Begleitung und Ihre eigene Motivation, schaffen auf diesem Wege wieder zu mehr Lebensqualität zu gelangen.


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