Panikstörung

Panikstörung Therapie Köln

Die Panikstörung ist gekennzeichnet durch wiederholt auftretende und zeitlich begrenzte Angstanfälle, den so genannten Panikattacken. Im Gegensatz zu manchen spezifischen Phobien sind die Panikattacken nicht an äußere Umgebungseinflüsse gebunden, so dass sie für die Betroffenen in der Regel auch nicht vorhersehbar sind. Weitere Merkmale einer Panikattacke sind ausgeprägte körperliche Symptome, wie z.B.:

  • Herzrasen
  • Unter Umständen auch Herzrythmusstörungen (Ventrikuläre Extrasystolen)
  • Schwitzen
  • Schwindel
  • Hitzewallungen
  • Sehstörungen
  • Flache Atmung oder auch Hyperventilation
  • Engegefühl in der Brust
  • Schmerzen auf und in der Brust

Da die Angstanfälle meistens in völlig gefahrlosen Situationen auftreten, wird die Panik von den Betroffenen auch als besonders gefährlich empfunden. Gerade die körperlichen Symptome werden oftmals fälschlicherweise als ein Herzinfarkt gedeutet. Demzufolge haben Betroffene auch die Befürchtung zu sterben und mit wahrer Todesangst zu kämpfen. Durch das nicht kontrollierbare Wiederkehren der Attacken, das bis zu mehrmals täglich stattfinden kann, fühlt sich die Person dem Ganzen hilflos ausgeliefert und befürchtet darüber verrückt werden zu können. Die Betroffenen werden in eine ständige ängstliche Erwartungshaltung versetzt, die als eine Angst vor der Angst beschrieben werden kann. Zudem bildet eine aufkommende Hilflosigkeit häufig den Einstieg in eine Depression als Sekundärsymptomatik. Immer mehr Situation in denen eine Panikattacke für den Betroffenen möglich erscheint werden gemieden, so dass es zu einer der häufigsten Nebenerkrankungen kommen kann, der Agoraphobie. D.h. die Person meidet öffentliche Plätze und das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel, sowie das Erledigen von Einkäufen. Wenn nicht spätestens jetzt therapeutisch eingegriffen wird, geht es bis hin zu einer kompletten Isolation, bei der Betroffene nicht einmal mehr das Haus verlassen. So weit muss es erst gar nicht kommen, da die Panikstörung sehr erfolgreich mit kognitiver Verhaltenstherapie behandelt werden kann. Durch die zuvor beschriebene körperliche Symptomatik, bietet sich hier eine kognitive Verhaltenstherapie in Verbindung mit Biofeedback an. Beispielsweise kann durch die Ableitung eines Elektromyogramms (EMG) im Nackenbereich vermittelt werden, dass das Schwindelgefühl in vielen Fällen aufgrund massiv verspannter Nackenmuskulatur entsteht. Der Wert einer entspannten Nackenmuskulatur liegt im Bereich von 2 bis 3,5 Mikrovolt, wobei Werte von 8 bis 14 Mikrovolt bei Panikpatienten keine Seltenheit sind. Bei solchen Extremwerten kann gemeinsam mit dem Patienten überlegt werden, ob gegebenenfalls neben der Psychotherapie auch eine Physiotherapie ratsam wäre.


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